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RÖmergrab - grabhÜgel und Grabstein von Lebing

Der Grabhügel von Lebing

Im Jahr 2009 wurde der Grabstein, der Grabhügel inklusive der Grabbeigaben am Grundstück der Familie Hammerl vulgo Holzer mit Unterstützung der damaligen Gemeinde Eichberg wiedererrichtet. Es handelte sich um das wiederendeckte Grab des jungen verstorbenen Ehepaars Sextus Sacretius Priscus und Capitonia Julia. Der Leichnam der Beiden wurde vor ca. 1800 Jahren am Scheiterhaufen verbrannt. Bei reichen Familien was es damals üblich, eine Grabkammer mit verschiedenen Grabbeigaben auf einem Grabhügel zur erbauen. Am Rand des Grabhügels wurde vor dem Eingang in die Grabkammer ein hoher weithin sichtbarer Grabstein errichtet, dieser befand sich in einem großen Gneisblock. Im Jahr 1981 wurde der Grabstein vom Grundbesitzer Vinzenz Hammerl beim Ackern entdeckt. Durch eine archäologische Grabung vom Bundesdenkmalamt im Jahr 2006 konnten weitere Teile des Grabsteins und Grabfreigaben ausgegraben und freigelegt werden.


Der Grabstein von Lebing


Lebing lag in der Zeit vor ca. 1800 Jahren in der römischen Provinz Noricum, der Gutshof der Familie - welche zur sozialen Oberschicht gehörte - war in der näheren Umgebung zu finden. Auf der Inschrift des Grabsteines sind der Name, das Alter und die Herkunft der Verstorbenen, ebenso die Namen der Hinterbliebenen zu lesen. Die Inschrift wird mit einem Blattranken von den Portraits der Verstorbenen getrennt. Auf dem Bild trägt das Ehepaar römische Kleidung und Sacretius hält eine Schriftrolle in der Hand. Der Handschlag des Ehepaars soll die Verbundenheit über den Tod hinaus symbolisieren.



Die Funde aus dem Grabhügel von Lebing

Öllampe mit Stempel des Töpfers Ursus. Original (Keramik)
In der Römerzeit waren Öllampen die gängigsten Lichtquellen, diese wurden auch den Verstorbenen für das Leben nach dem Tod mitgegeben.

Dreifußschale mit Deckel. Nachbildung und Scherben der originalen Fundstücke (Keramik)
Dreifußschalen mit Deckel waren Speise- und Kochgeschirr und finden sich sehr häufig in den römischen Hügelgräbern der Steiermark.

Kochtopf. Nachbildung und Scherben des originalen Fundstücks (Keramik)
Töpfe wurden zum Kochen bzw. zur Aufbewahrung von Lebensmitteln verwendet, für die Verstorbenen enthielten sie Nahrung.

Glasflasche. Nachbildung
Glasgefäße dienten vor allem als Trinkgeschirr, besonders für Wein, für die Lebenden und die Verstorbenen.

Webstuhlgewichte. Originale (Keramik)
Webstuhlgewichte wurden zum Spannen der Fäden von Webstuhlen verwendet.

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